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Es wird keine Helden geben




Es wird keine Helden geben

Anna Seidl

     4,5/5



Klappentext:


Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.

 Wie bin ich zu dem Buch gekommen:


Mein Deutschlehrer hat sich dieses Buch als Lektüre ausgesucht


 Meine Meinung:



Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich sehr angenehm, nur manche Stellen muss man vielleicht zweimal lesen. Sie beschreibt in diesem Buch hauptsächlich die Gefühle der Hauptprotagonistin und wie sie mit dem Amoklauf fertig wird, was Miriam zum einen gleich sympathisch wirken lässt, zum anderen aber Leser, die gerne Fantasy und Science Fiktion lesen, auf Dauer gelangweilt sein könnten. Ich selber bin ja eher eine Person, die Fantasy geradezu verschlingt und ich muss sagen, dass ich mich am Ende wirklich zusammenreisen musste, um nicht die uninteressanten Stellen zu überspringen. Trotzdem muss ich sagen, dass Anna Seidl dieses Gefühle und Gedanken wirklich sehr gut "beschreibt". Damit will ich sagen, dass es sich beim Lesen so anfühlt, als wäre man selbst bei diesem Amoklauf dabei gewesen oder als sei man sogar Miriam selbst und es gibt Szenen, bei denen ich meine Tränen einfach nicht zurückhalten konnte und oh ja... ich war in der Schule.


So gut auch der Schreibstil ist, gibt es einen Mängel. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber die Szenen mit Miriam's Mutter haben mich irritiert. Sie kommt auf einmal zurück, obwohl sie sich schon seit Jahren nicht mehr gemeldet hat? Gut, an Miriam's Schule war ein Amoklauf, aber trotzdem. Und hieß es nicht so, dass der Vater immer noch sauer und gekränkt war, weil sie ihn verlassen hat? Warum hat er Die Mutter dann freiwillig bei sich zu Hause wohnen lassen, wenn sie und Miriam eigentlich kein gutes Verhältnis hatten und sie auch in ein Hotel absteigen hätte können?
Letztendlich ist es ein sehr gutes Buch, denn es kommt auch noch dazu, dass Anna Seidl gerade mal 16 war, als sie dieses Buch geschrieben hat. Ich hätte zum Beispiel viel zu wenig Geduld ein eigenes Buch zu schreiben...

Also, da ich dieses Buch mit meinem Deutschlehrer gelesen habe, und wir alles ganz genau durchgesprochen haben, ist das hier Meckern auf ganz hohem Niveau...
Deshalb: 4,5 Bücher



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